Bei der ersten Überquerung der Anden, mit dem Bus, von Santiago nach Mendoza wurde mir schnell klar, dass das wohl nichts wird. Wo das Auge hin reicht erstrecken sich endlose Geröllfelder. Aber schön anzusehen, alles schön bunt...


Bäume scheint es nur dort zu geben, wo sich jemand gedacht hat: Wassergraben machen und Baum hinpflanzen!
In Mendoza habe ich dann Uwe getroffen. Er war auch schon seit ein paar Monaten im Lande. Dabei hatte er eine komplette Eiskletterausrüstung und ich die Slacklineausrüstung. Logisch, das erste was wir gemacht haben, war in ein Sportklettergebiet zu fahren. So einfach ist das in Argentinien zwar nicht, aber wir hatten Zeit und dann ist das auch egal, wenn die Busse fahren, wie sie wollen.
Es hat sich herausgestellt, dass ein Zwillingsseil nicht so gut ist beim Sportklettern. Auch die Ruppbergopferkarabiner, verbunden mit einer Kevlar-Reepschnur sind besser zum Opfern. Zwischen all dem Schotter in den Bergen, waren dann doch zwei große Steine und da passte meine Line gut dazwischen. Damit hatte sich das Geschleppe schon mal gelohnt. Eine schöne und einfache Highline konnten wir leider nicht finden. Wobei es ziemlich cool wäre, zwischen den Kondoren zu slacken.


Dies war der Ausflug nach Los Adenales zum Sportklettern. Den nächsten Trip haben wir etwas besser geplant, dachten wir zumindest. Bergsteigen auf den Tupungato. Mit dem ganzen Eiszeug und Karten und Expeditionsberichte lesen und dann viel Essen in den Rucksack packen und los. Wobei die Karten vom Tupungato nur als Freihandskizzen existierten. Nach zwei Tagen Wüstengelaufe kamen wir an einer Militärstation vorbei. Da wir kein Permit hatten, durften wir nicht weiter. Logischerweise überlegten wir, an der Station unbemerkt vorbeizulaufen. Man machte uns aber darauf aufmerksam, dass man uns dann erschießen würde.


Also fassten wir den Plan, so einen großen Bogen zu gehen, bis wir außer Schussweite waren. Ohne eine geeignete Karte war das eigentlich keine so gute Idee. Nach acht Tagen laufen durch enge Täler und über hohe Sättel und Riffe, waren wir endlich so hoch, dass wir das erste mal den Tupungato sehen konnten und somit wussten, wo wir waren: Noch zu weit weg!
Wir waren im Begriff über 1000m Geröllfeld abzusteigen, um den Ort zu erreichen, den wir noch am Abend des zweiten Tages erreicht haben wollten. Unser Essen war maximal auf 15 Tage ausgelegt. So hätten wir den Gipfel vielleicht noch erreicht, doch der Rückweg wäre zu hart geworden.

Was lernt man daraus: Erst Permit kaufen, dann los laufen!
Vielen Dank an Uwe Daniel für die Fotos!


Bäume scheint es nur dort zu geben, wo sich jemand gedacht hat: Wassergraben machen und Baum hinpflanzen!
In Mendoza habe ich dann Uwe getroffen. Er war auch schon seit ein paar Monaten im Lande. Dabei hatte er eine komplette Eiskletterausrüstung und ich die Slacklineausrüstung. Logisch, das erste was wir gemacht haben, war in ein Sportklettergebiet zu fahren. So einfach ist das in Argentinien zwar nicht, aber wir hatten Zeit und dann ist das auch egal, wenn die Busse fahren, wie sie wollen.
Es hat sich herausgestellt, dass ein Zwillingsseil nicht so gut ist beim Sportklettern. Auch die Ruppbergopferkarabiner, verbunden mit einer Kevlar-Reepschnur sind besser zum Opfern. Zwischen all dem Schotter in den Bergen, waren dann doch zwei große Steine und da passte meine Line gut dazwischen. Damit hatte sich das Geschleppe schon mal gelohnt. Eine schöne und einfache Highline konnten wir leider nicht finden. Wobei es ziemlich cool wäre, zwischen den Kondoren zu slacken.


Dies war der Ausflug nach Los Adenales zum Sportklettern. Den nächsten Trip haben wir etwas besser geplant, dachten wir zumindest. Bergsteigen auf den Tupungato. Mit dem ganzen Eiszeug und Karten und Expeditionsberichte lesen und dann viel Essen in den Rucksack packen und los. Wobei die Karten vom Tupungato nur als Freihandskizzen existierten. Nach zwei Tagen Wüstengelaufe kamen wir an einer Militärstation vorbei. Da wir kein Permit hatten, durften wir nicht weiter. Logischerweise überlegten wir, an der Station unbemerkt vorbeizulaufen. Man machte uns aber darauf aufmerksam, dass man uns dann erschießen würde.


Also fassten wir den Plan, so einen großen Bogen zu gehen, bis wir außer Schussweite waren. Ohne eine geeignete Karte war das eigentlich keine so gute Idee. Nach acht Tagen laufen durch enge Täler und über hohe Sättel und Riffe, waren wir endlich so hoch, dass wir das erste mal den Tupungato sehen konnten und somit wussten, wo wir waren: Noch zu weit weg!
Wir waren im Begriff über 1000m Geröllfeld abzusteigen, um den Ort zu erreichen, den wir noch am Abend des zweiten Tages erreicht haben wollten. Unser Essen war maximal auf 15 Tage ausgelegt. So hätten wir den Gipfel vielleicht noch erreicht, doch der Rückweg wäre zu hart geworden.

Was lernt man daraus: Erst Permit kaufen, dann los laufen!
Vielen Dank an Uwe Daniel für die Fotos!

